10 Jahre NABU Burg
Eine Rückschau von Winfried Lippoldes
Der Naturschutzbund Deutschland NABU e.V. hat in diesem Jahr bereits das stattliche Alter von 106 Jahren. Als Vertreter des Schutzes und der Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen aller Lebewesen auf diesem Globus, also auch der Spezies Mensch, hat sich diese Organisation einen guten Namen gemacht. Dagegen sind „unsere 10 Jahre“ in Burg eher bescheiden.

Aus einer Initiative zweier Personen im Jahre 1995, hervorzuheben dabei Inka Roloff, die erste langjährige Vereinsvorsitzende, wurde bis heute eine öffentlich wahrgenommene und gesamtgesellschaftlich wirkende Organisation.
Sie konnte zusätzliche und nachhaltige Standortfaktoren für die Stadt Burg sowie für die Einwohnerschaft der Region als öffentliches Dienstleistungsangebot entwickeln. Mit dem Ausbau des NABU Erlebnisparks als attraktives Zentrum für Naherholung, Naturtourismus und Umweltbildung sowie über die Erweiterung der „Alten Ziegelei“ mit Ferienhäusern vorrangig zur Beherbergung von Schulklassen, Projektgruppen oder Radwanderern in Burg-Blumenthal, innerhalb der Modellregion „Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe“ konnte die touristische Attraktivität gesteigert werden.
Seit diesem Jahr betreibt unser Verein des Weiteren das ehemalige Schullandheim in Reesdorf als NABU Waldhof mit Ferienfreizeiten, familienfreundlichen Kurzurlauben, Angeboten für sozial Benachteiligte. Der Waldhof ist Veranstaltungsraum der Naturerziehung, Umweltbildung und naturbewusster Lebens- und Verhaltensweisen.
Nicht ohne Stolz, dabei aber ohne eine Spur von Selbstgerechtigkeit, können wir für uns in Anspruch nehmen, soziales Engagement durch die Beschäftigung von 1500 Mitbürgerinnen und Mitbürgern am zweiten Arbeitsmarkt gezeigt zuhaben. Zur Verfügung stehende öffentliche Fördermittel, Privatspenden, LOTTO und Stiftungsgelder in beträchtlicher Größenordnung sind nahezu ausschließlich in ortsansässige Betriebe und Unternehmen zurück geflossen.
Aus meiner Sicht unverzichtbar ist es, die nachhaltige Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit und der Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung im Jerichower Land gesondert hervorzuheben. Ohne diese wäre der aktuelle Standard nicht zu erreichen gewesen.
Allen, die uns konstruktiv und hilfreich auf unserem bisherigen Weg begleitet haben gilt mein persönlicher und aufrichtiger Dank, verbunden auch mit der Hoffnung auf künftige Gemeinsamkeiten.


